Reisebericht: Andalusien - Die letzte Bastion der Mauren erleben

02.04. – 13.04.2011, 12 Tage Granada - Córdoba - Sevilla - Cádiz - Ronda - Gibraltar

Die Alhambra von Granada, die Mezquita-Kathedrale von Gòrdoba und der Alcazar in Sevilla. Dazu die traumhaft schönen Städte Càdiz, Ronda, Marbella und Nerja. Es war eine Reise, die

 

 

 


1.Tag, Samstag der 02.04.11:      Auf in den Süden

 

Nach dem pünktlichen Eintreffen aller Transferfahrzeuge am Flughafen Dresden begann unsere Reise in Richtung Süden. Die Fahrt führte uns über Thüringen, Hessen und Baden-Württemberg in die französischen Regionen Elsass, French-Comte, Burgund und zu unserem Übernachtungsort Lyon-Meyzieu in der Region Rhone-Alpes. Am späten Abend trafen wir in unserem Hotel in Meyzieu ein und schlossen den Tag mit dem gemeinsamen Abendessen im Restaurant ab.

 

 

 

2.Tag, Sonntag der 03.04.11:      Willkommen in Spanien

 

Am Morgen begannen wir zu unsere Fahrt entlang der Rhone, von welcher wir uns in der Provence vor Orange wieder verabschiedeten, um in Richtung Spanien abzubiegen. Unsere Reise führte uns parallel zum Golf du Lion an den Städten Nimes, Narbonne, Beziers und Perpignan vorbei zur französisch-spanischen Grenze. Noch auf der französischen Seite in der Region Languedoc-Roussillon hielten wir am Parkplatz des Forteresse Salses. Vom Parkplatz aus spazierten wir hinunter zu dieser gewaltigen Festungsanlage, an deren heutigem Aussehen der französischen Festungsbaumeister Vauban beteiligt war. Der Spaziergang war eine willkommene Abwechslung an unserem zweiten Reisetag. Anschließend führte uns die Fahrt durch die Autonome Region Katalonien, vorbei an Figueres, Barcelona, Tarragona zu unserem Hotel in Salou.

 

 

3.Tag, Montag der 04.04.11:       Südspanien ist erreicht – Granada

 

Von Salou aus fuhren wir weiter in Richtung Süden. Wir hatten für unsere Fahrt bestes Wetter bestellt und wir kamen zügig voran. Zwischen der Betischen Kordillere auf der einen Seite und der Costa Azahar und Costa Blanca auf der anderen Seite fuhren wir durch die bewässerten Zitrusfrucht-Plantagen (Huertas) der Regionen Valencia und Murcia. In Andalusien angekommen führte uns die Strecke an den Höhlenwohnungen von Guadix vorbei und entlang der Fahrtroute genossen wir immer wieder schöne Ausblicke auf die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada. Am Abend kamen wir in unserem Stadthotel in Granada an. Einige Gäste nutzten schon die Zeit bis zum Abendessen für einen kleinen Bummel durch die Stadt.

 

 

 

4.Tag, Dienstag der 05.04.11:    Maurische Juwelen – Granada und Còrdoba

 

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Alhambra von Granada. Am Morgen fuhren wir den Berg zur Alhambra hinauf, wo wir mit unseren zwei Führern vor dem Eingang verabredet waren. Für die Besichtigung hatten unsere Führer (beide hießen zufällig Pepe) Kopfhörer besorgt, so dass wir problemlos fotografieren und zuhören konnten. Der Spaziergang führte uns in den Palast der Nasriden und in den Myrtenhof, danach zum Löwenhof, zum Palast Karl des V. und zum Generalife. Wir hatte für die Besichtigung das beste Wetter und die schönste Jahreszeit ausgewählt. Alles war am Generalife am Blühen. Vom Ausgang der Alhambra liefen wir dann gemeinsam hinunter in die Stadt, um die Kathedrale und die Grabkapelle der Katholischen Könige zu besichtigen. Im Anschluss war Freizeit für die Mittagspause und für individuelle Besichtigungen. Am Nachmittag hieß es dann Abschied nehmen von Granada und Weiterfahrt zu unserem Hotel Carmen in La Carlotta. Dort wurden wir vom Hotelchef mit einem Willkommensgetränk eines Sherry-ähnlichen Weins aus der Ximènez-Traube begrüsst.

 

 

5.Tag, Mittwoch der 06.04.11:   Còrdoba – Sevilla

 

Am Morgen fuhren wir nachdem wir uns vom Hotelchef verabschiedet hatten nach Còrdoba, wo an der Mezquita-Kathedrale bereits unsere Stadtführerin auf uns wartete. Gemeinsam besichtigten wir die Kathedrale. Die heutige Kathedrale war die ehemalige Hauptmoschee des westlichen Islams. Anschließend spazierten wir durch die weißen Gassen und durch die Patios des arabisch-jüdischen Viertels. Zur Mittagszeit bestand die Möglichkeit an einem kleinen geführten Stadtrundgang teilzunehmen oder die Freizeit individuell zu genießen. Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Sevilla. Da unser Hotel etwas außerhalb der Stadt lag und wir bei diesem schönen Wetter schon etwas von der Stadt sehen wollten, fuhren wir zur Schiffsanlegestelle am Torre del Oro. Hier bestand die Möglichkeit an einer Schiffsfahrt auf dem Guadalquivir teilzunehmen. Da aber alle Gäste schon etwas erschöpft waren, spazierten wir stattdessen entlang den Boulevard am Fluss entlang und zur Stierkampfarena. Nach diesen ersten Eindrücken von Sevilla fuhren wir zu unserem Hotel am Stadtrand.

 

 

6.Tag, Donnerstag der 07.04.11:               Sevilla – Sherry – Hafenresidenz Càdiz

 

 

Der Tag begann mit unserer Stadtrundfahrt durch Sevilla. Wir sahen die ehemaligen Botschaftsgebäude der Mittel- und Südamerikanischen Staaten, den Plaza de Espana und spazierten dann gemeinsam zum Alcàzar und dem Palast Pedro des Grausamen. Da die gesamte Reisegruppe den Alcàzar und den Palast besichtigen wollte, führte uns unsere Stadtführerin durch diese fantastische Anlage. Viele unserer Gäste meinten danach, die Ausstattung und Gestaltung des Alcàzars von Sevilla übertrifft sogar die der Alhambra, welche wir am Vortag besichtigt hatten. In den Gartenanlagen bestaunten wir die hungrigen Fische im Wasserbecken und bedauerten kein Brot dabeizuhaben (das Füttern war aber auch untersagt).Nach unserer Besichtigung war Freizeit für die Besichtigung der Kathedrale oder für die Mittagspause.

 

 

Am Nachmittag verließen wir Andalusiens Hauptstadt, um in Jerez de la Frontera die Bodega Gonzalez Byazz- Tio Pepe zu besichtigen und den Sherry zu probieren. Nachdem wir wussten, warum der Sherry weltweit so beliebt ist, setzten wir unsere Fahrt nach Càdiz, der weißen Stadt am Meer, fort. In Càdiz spazierten wir zum Denkmal der Verfassung am Plaza de Espana und zum Blumenmarkt. Nach einer kleinen Pause liefen wir weiter durch diese älteste Stadt Spaniens bis zur Kathedrale an der südlichen Kaimauer. Hier bemerkten wir, dass einem unserer Gäste die Geldbörse gestohlen wurde. Auf der Weiterfahrt mit dem Bus zu unserem Hotel in Puerto de Santa Maria wurden wir zu allem Überfluss auch noch von der Verkehrspolizei kontrolliert. Da alles in Ordnung war, konnten wir schon bald unsere Fahrt fortsetzen. Spät aber auch  bepackt mit vielen Erlebnissen kamen wir an unserem Hotel an.

 

 

 7.Tag, Freitag, der 08.04.2011:Fakultativer Halbtagesausflug nach Gibraltar

 

Der heutige Tag konnte individuell gestaltet werden. Die meisten Gäste hatten einen fakultativen Ausflug nach Gibraltar gebucht.  Nach dem späten Frühstück fuhren wir entlang der Küstenstraße in Richtung Gibraltar und machten am Aussichtspunkt Mirador El Estrecho halt. Von diesem Punkt aus konnten wir das Küstengebirge auf der Marokkanischen Seite sehen. Danach hatten wir weniger Glück, denn auf unserem Weg gerieten wir bei Algeciras in einen Verkehrsstau, so dass wir nicht zur vereinbarten Zeit in Gibraltar eintreffen konnten. Glücklicherweise konnten wir die Fahrer der Kleinbusse informieren. Vom Bus-Terminal in Gibraltar aus fuhren wir mit zwei Kleinbussen die Insel ab. Ein Kleinbus stand sofort bereit, auf den anderen mussten wir infolge unserer Verspätung etwas warten.

 

 

Der Ausflug war wie immer ein Erlebnis! Fotopunkte waren der Europa-Point am Leuchtturm, Sankt Michaels Cave und der Affenfelsen. Im Anschluss an die Rundfahrt hatten wir Freizeit in Gibraltar-Stadt. Die Rückreise zum Hotel fuhren wir auf einer anderen Reiseroute. Dieses Mal wählten wir eine Strecke durch den Naturpark Los Alcornocales. Zu sehen waren unberührte Landschaften mit Gebirgsketten, kleinen Wäldern und vielen Seen, sowie hin und wieder Wiesen mit Pferde- und Kampfstierherden. Am späten Nachmittag waren wir wieder in unserem Hotel in Puerto de Santa Maria zurück.

 

 

 

8.Tag, Samstag, der 09.04.11:   Ronda – Marbella

 

Am Morgen hieß es Abschied nehmen vom schönen Strand und von Puerto de Santa Maria. Die Fahrt führte uns an Arcos de Santa Maria vorbei, der ersten Stadt auf der „Straße der Weißen Dörfer“. Zunächst hatten wir sehr regnerisches Wetter und durch den Nebel war nicht sehr viel von der Landschaft zu sehen. Aber dann hatte irgendjemand mit uns ein Nachsehen und bei unserer ersten Pause in El Bosque schien die Sonne und es war wieder warm. Nach dieser kleinen Kaffeepause fuhren wir weiter zum Aussichtspunkt Puerto de el Boyar, von welchem wir einen fantastischen Blick auf den Naturpark Sierra de Grazalema genießen konnten.

 

 

 

Nach einem weiteren Fotostopp vor dem Ort Grazalema fuhren wir durch die Korkeichenwälder nach Ronda, der vielleicht interessantesten Stadt Andalusiens. Ronda ist bekannt durch die älteste Stierkampfarena Spaniens und durch die spektakuläre Schlucht, welche die Stadt teilt. Vom Busterminal aus liefen wir gemeinsam zur Stierkampfarena. Hier teilten sich die Interessenslagen. Einige Gäste wollten die Stierkampfarena besichtigen und andere wollten über Brücke und Schlucht bis zur Kathedrale laufen. Im Anschluss hatten wir Zeit für die Mittagspause. Von Ronda aus fuhren wir zum Mittelmeer und genossen die Fahrt aus den Bergen hinunter nach Marbella.

 

 

 

In Marbella, der Stadt der Schönen und Reichen, spazierten wir zum Plaza de los Naranjos (Orangenplatz) und genossen bei schönstem Wetter die verschlafene Atmosphäre und die bezaubernde Altstadt. Anschließend war genügend Zeit für einen Cafè oder einen kleinen Bummel am Strand-Boulevard. Von Marbella aus fuhren wir zu unserem Hotel in Cala de Mijas. Hier hatte wir Schwierigkeiten zum Hotel zu gelangen. Wir konnten zwar das Hotel schon zeitig sehen, aber die Anfahrt durch die engen Gassen war mit dem Reisebus nicht möglich. Erst nachdem wir es aus einer anderen Richtung probierten gelangten wir zu unserem Hotel.

 

 

 

 

9.Tag, Sonntag, der 10.04.11:     Costa de Almeria – Roquetas de Mar

 

Von Cala de Mijas aus fuhren wir am Morgen nach Nerja, eine der andalusischen Städte mit einer traumhaften Naturkulisse. Aufgrund des Besuches von Spaniens König Alfonso XII. im Jahre 1885 erhielt der Felsvorsprung die schmückende Bezeichnung „Balkon Europas“.  Nerja hat alles zu bieten – das Meer und den Strand, dahinter beginnt die exotische Pflanzenwelt, darüber erheben sich die schneeweißen Häuser und den Hintergrund bildet das gewaltige Panorama der Berge. Weiter ging die Fahrt entlang der Küstenstraße in Richtung Almeria. Nach der Ortschaft Calahonda legten wir an einem herrlichen Aussichtpunkt unsere Mittagspause ein.

 

 

 

In Nerja hatten wir alles für ein Picknick organisiert und nun war jede helfende Hand willkommen. Es war ein lustiges Essen mit vielen lokalen Köstlichkeiten, dazu guter Wein, ein herrlicher Ausblick auf das Meer und die Bucht von Calahonda … . Mit vollem Bauch setzten wir danach unsere Fahrt entlang der Küste fort. Schon bald tauchten die ersten Gewächshäuser am Küstenstreifen auf. Sie sollten uns bis Roquetas de Mar begleiten. Am Nachmittag kamen wir bei herrlichem Sonnenschein in Roquetas de Mar an. Viele Gäste nutzten die Freizeit bis zum Abendessen um am Strand spazieren oder baden zu gehen.

 

 

 

10.Tag, Montag, der 11.04.11:  Der Abschied naht!

 

Am Morgen hieß es Abschied nehmen von Andalusien. Entlang des Naturparkes Cabo de Gata fuhren wir in Richtung Murcia nach Norden. Zwischen Murcia und Valencia konnten wir die gigantische Bebauung des Urlauberzentrums Benidorm sehen. Es ist eindrucksvoll, wie sich die Stadt in die Höhe und Breite ausbreitet. Die Gegend lockt mit warmen Temperaturen, selbst über die Wintermonate. Von unseren Gästen wollte aber keiner dort Urlaub machen. Nachdem wir auch wieder die Huertas von Valencia hinter uns gelassen hatten, kamen wir am Abend in Salou an. Wir waren dieses Mal nicht die Einzigen die in Salou übernachten wollten. Im ganzen Stadtteil waren englischen Schulklassen verteilt und im Hotel gegenüber quollen die Balkons mit Schülern über. In der Nacht ging die laute Musik dann in lautstarke Krawalle über, was für uns zur Folge hatte, fast die ganze Nacht nicht schlafen zu können.

 

 

 


11.Tag, Dienstag, der 12.04.11:                Adios Espana

 

Noch ziemlich müde von der langen Nacht stiegen wir am Morgen in unseren Bus ein. Bei der ersten Kaffeepause besserte sich dann die Lage zusehens. Die Fahrt führte uns durch Katalonien und die Region Lanquedoc-Roussillon entlang der Rhone bis Lyon. Dieses Mal sind wir durch die Stadt gefahren. Wir konnten die Saone sehen, durch den Fourvière-Tunnel und im Anschluss bis zu unserem Hotel in Villefranche sur Saone. Nach der letzten Nacht waren alle froh wieder in einem ruhigen Hotel übernachten zu können. Nach einem vorzüglichen Abendessen fielen alle in den wohlverdienten Schlaf.

 

 

12.Tag, Mittwoch, 13.04.11:       Die Heimat ruft!

 

Der letzte Tag unserer Reise führte uns in die geschichtsträchtige Landschaft Burgunds, vorbei an der Hauptstadt Dijon und nach Lothringen, mit den Städten Nancy und Metz. Auf deutscher Seite fuhren wir durch das Saarland und durch Rheinland-Pfalz. Kurz vor Mainz gab es dann noch einen Abstecher von der Autobahn. Da es auf dieser Autobahnstrecke keine Tankstelle gibt, tankten wir sicherheitshalber in Niederolm, einer hübschen Pfälzer Kleinstadt, mitten im Herzen von Rheinhessen.  Gut gerüstet ging es dann wieder auf die A63 und durch Hessen nach Thüringen zu unseren ersten Ausstiegen. Der letzte Ausstieg und damit der Endpunkt unserer Reise war wieder der Flughafen Dresden, wo wir mit leichter Verspätung, dafür aber glücklich und mit vielen neuen Erlebnissen ankamen.

 

 

Ich bedanke mich bei allen Reiseteilnehmern für das gute Gelingen unserer gemeinsamen Reise durch Andalusien! Ihr Dirk Schlosser

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