Reisebericht: Badeurlaub auf der Blumeninsel Madeira

06.09. – 13.09.2011, 8 Tage Madeira Urlaub individuell im Hotel Rocamar in Canico de Baixo direkt am Meer - diverse Ausflüge zubuchbar

1. Tag: Hinflug nach Madeira

 

Früh am Morgen werde ich mit dem Transferfahrzeug von Zuhause abgeholt und zum Flughafen Leipzig gebracht. Dort treffe ich auf einen Teil meiner Reisegruppe und auch auf die Eberhardt Travel Gäste die mit mir gemeinsam nach Funchal fliegen. Mit 1 Stunde Verspätung geht unser Flug nach Madeira. Bei sonnigen 25 Grad heißt es dann „Willkommen auf der Blumeninsel“. Unsere örtliche Agentur nimmt uns am Flughafen in Empfang und wir fahren gemeinsam zum Hotel. Zuerst bringen wir die Eberhardt Travel Gäste zum Hotel und dann fahren wir zu unserem Hotel „Orca Praia“. Nach dem Check-In treffen wir unsere örtliche Reiseleiterin Theresa, die uns den Ablauf der nächsten Tage erklärt und uns noch mal die fakultativen Ausflüge vorstellt. Da alle Gäste Halbpension im Hotel gebucht haben, gehen wir noch Abendessen und danach freut sich jeder auf sein Bett.

 

Porto Moniz
Porto Moniz
2. Tag: Ganztagsausflug in den Nordwesten der Insel

 

Mit einem „Bom dia “ begrüßt uns unsere Reiseleiterin Theresa und unser Busfahrer Antonio. Unsere Fahrt führt uns zunächst entlang der Südküste zur zweithöchsten Steilklippe der Welt (580 m) – zum Cabo Girao.  Nach nur wenigen Minuten erreichen wir den Küstenort Ribeira Brava wo wir durch die gemütlichen Gassen schlendern. Auf der kurvenreichen Straße geht es weiter ins Landesinnere auf den Pass Boca da Encumeada. Jetzt sind wir auf knapp über 1000 Meter und der Nebel versprerrt uns die schöne Sicht. Weiter geht die Fahrt über die Hochebene Paul da Serra (1500 m) nach Porto Moniz. Dort hat Theresa für unsere Gäste direkt am Meer ein schönes Restaurant für unser Mittagessen rausgesucht. Danach bleibt noch genügend Zeit um durch den kleinen Küstenort zu bummeln. Einen kurzen Besuch statten wir auch den Ort Sao Vicente ab um dort die Pfarrkirche zu besichtigen. Unser letztes Ziel ist heute Camara de Lobos. Als Hauptattraktion des Ortes gilt der Hafen. Die hier ansässigen Fischer mit ihren bunten Holzbooten arbeiten fast alle nur nachts, denn nur dann steigt der Espada preta – der für Madeira typische Degenfisch - aus seinem Lebensraum in über 800 m Meerestiefe nach oben, um auf Nahrungssuche zu gehen. Bevor es zurück ins Hotel ging probierten wir noch das typische Getränk Nikita (ein Cocktail aus Wein, Bier, Vanilleeis und Ananas - benannt nach dem Elton-John-Song „Nikita“). Es war sehr erfrischende und leckere Kombination :-)

 

 

Quinta do Palheiro
Quinta do Palheiro
3. Tag: Halbtagesausflug „Gärten Madeiras“

 

Wir starteten den Tag auf der Quinta do Palheiro, dem Anwesen der Familie Blandy weist einige der wertvollsten und seltensten exotischen Pflanzen der Insel auf. Theresa führte uns durch das wunderschöne und gepflegte Anwesen und erklärte fast jeden Baum und jede Pflanze. Es großes Lob über soviel Fachwissen . Weiter ging es zum Orchideen-Garten einer Österreicher Familie. Die Familie Pregetter züchtet bereits in der 4. Generation Orchideen und kümmert sich heute um den Erhalt seltener und gefährdeter Arten. Zum Schluss machten wir noch einen kurzen Spaziergang durch den Stadtpark Funchals. Den Nachmittag konnte jeder individuell gestalten. Entweder man blieb noch zum bummeln in der Stadt aber die meisten haben sich bei den heißen Temperaturen im Pool oder im Atlantik abgekühlt.

 

Gemüsemarkt in Funchal
Gemüsemarkt in Funchal
4. Tag: Halbtägiger Stadtrundgang durch Funchal und botanischer Garten

 

Heute erkunden wird die Hauptstadt der Insel – Funchal. Madeiras Hauptstadt ist nicht nur der touristische, sondern auch der wirtschaftliche und administrative Mittelpunkt der Insel. Zuerst zeigte uns Theresa die große Markhalle mit Obst-und Gemüsemarkt und Blumenmarkt. Auf dem Fischmarkt, der in einer eigenen großen Halle residiert, können wir riesige Thun- und Degenfische bestaunen und den Fischern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Weiter ging es zum - Jardim Botanico da Madeira – dem Botanischen Garten von Madeira - in ca. 300 m Höhe an einem Hang über den „Dächern“ von Funchal gelegen. Gemeinsam mit Theresa spazieren wir durch die wunderschöne Gartenanlage. Den Abschluss unseres Hauptstadtbesuches bildet eine Verkostung von Madeira-Weinen, bei der wir uns von der Einzigartigkeit dieses edlen Tropfens überzeugen können.

 

Korbflechterei
Korbflechterei
5. Tag: Ganztagesausflug in den Osten Madeiras

 

Den Nordwesten der Insel kennen wir bereits...heute steht der Osten Madeiras auf dem Programm. Unseren ersten Stopp legen wir in Camacha, der Heimat der Korbflechter ein. Die Produkte werden ebenso zum alltäglichen Gebrauch wie als hübsche Dekorationsstücke gefertigt.  In einer offenen Werkstatt kann man den Flechtern bei der Arbeit zuschauen. Die Fahrt geht weiter über den Pico do Arieiro (dritthöchste Gipfel der Insel) nach Ribeiro Frio. Der kleine Ortschaft ist bekannt für ihre Forellenzucht. Dort machen wir gemeinsam mit Theresa eine kleine Levada-Wanderung. Die Levadas hatten und haben noch immer die Aufgabe, das Quellwasser aus dem eher feuchten Norden der Insel in den eher trockenen Süden zu führen. Nach 1 Stunde  erreichen wir wieder unseren Bus und fahren in die Kleinstadt Santana. Die Ortschaft liegt mit seinen 3.400 Einwohnern an der nördlichen Atlantikküste inmitten eines herrlichen Naturschutzgebietes. Besonders bekannt ist er durch seine eigentümlich anmutenden historischen Bauernhäuser mit ihren rot gestrichenen Fensterläden und Türen. Besonders bemerkenswert sind dabei die strohbedeckten Dächer, die bis zum Boden der Häuser reichen. Ein erlebnisreicher Tag neigt sich dem Ende und wir erreichen gegen 17.00 Uhr wieder unser Hotel.


 

Wanderung in Camacha
Wanderung in Camacha
6. Tag: Leichte, halbtägige Wanderung in das Paradiestal

 

Heute dreht sich alles um die Natur. Theresa macht mit unser ganzen Gruppe eine Levada-Wanderung in der Nähe von Camacha. Unterwegs können wir die beeindruckende Pflanzenvielfalt, die links und rechts unseren Weg säumt bestaunen und wir erhalten hier und da Einblicke in das Leben der ländlichen Bewohner Madeiras. Nach gut einer Stunde legen wir eine kurze Kaffeepause in einem kleinen Cafe ein. Hier ist der erste Teil der Wanderung geschaft und es liegen nochmal 40 Minuten Wanderung vor uns. Am Ziel angekommen, wartet bereits unser Busfahrer Antonio auf uns. Bevor es zurück zum Hotel geht, legen wir einen Zwischenstopp am Ponta do Garajau ein und besuchen die Christus-Statue. Von dort hat man einen super Blick auf Funchal . Am Mittag erreichen wir wieder unser Hotel und jeder kann seinen Nachmittag wieder individuell gestalten.

 

Pfarrkirche
Die Wallfahrtskirche von Monte
7. Tag: Halbtagsausflug in das Nonnental – Monte

 

Nach 30 Minuten Fahrtzeit erreichen wir bereits den in 550 Metern Höhe gelegenen Ort Monte.

 Dieses kleine, romantische Dorf liegt ca. 6 km vom Stadtzentrum entfernt in den Hügeln Funchals Eine seiner berühmtesten Attraktionen war eine Zahnradbahn, die einst Monte mit Funchal verband. Überreste dieser Eisenbahn, insbesondere den alten Bahnhof am Fuße des Berges, kann man heute noch sehen. Eine weiter Attraktion - Korbschlittenfahrt! Die ersten Korbschlitten, die ursprünglich als schnelles Transportmittel nach Funchal für die Bewohner Montes eingeführt wurden, tauchten um 1850 herum auf. Auch heute noch in Gebrauch zieht es Jahr für Jahr Tausende von Gäste an, die sich den Nervenkitzel, bei hoher Geschwindigkeit auf den engen, kurvigen Straßen nach Funchal hinunter zu rutschen. Die zweisitzigen Korbschlitten gleiten auf Holzkufen, geschoben und gesteuert von zwei, traditionell in weißer Leinenkleidung und einem Strohhut bekleideten Männern, die die Gummisohlen ihrer Stiefel als Bremsen benutzen. Einige meiner Gäste trauen sich und wagen die rasante Fahrt hinunter ins Tal, die anderen fuhren lieber wieder mit dem Bus bergab . Anschließend geht es mit dem Bus weiter in Richtung Nonnental. Nach kurvenreicher Fahrt erreichen wir den Aussichtspunktes Eira do Serrado, welcher sich 1053 Meter über dem Meeresspiegel befindet. Nach einem kurzen Spaziergang mit leichtem Anstieg gelangen wir zur Aussichtsplattform. Von dort hat man einen atemberaubenden Blick in das Nonnental. Am frühen Nachmittag kehren wir zum Hotel zurück und jeder hat die Möglichkeit den letzen Abend auf Madeira nach eigenen Vorstellungen ausklingen zu lassen.

 

 

8. Tag: Rückflug

 

Heute heißt es Abschied nehmen von der Blumeninsel. Um zwölf Uhr checken wir im Hotel aus und wir genießen die letzten Sonnenstrahlen, bevor uns der Transferbus zum Flughafen bringt. Am Flughafen verabschieden wir uns von den Dresdner Gästen und ich fliege zusammen mit den anderen Gästen nach Leipzig. Dort warten bereits die Transfere die uns sicher nach Hause bringen.

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